Anlässlich des 25. Kornati Cups Jubiläums (25.-30.04.2026) trat ein fünfköpfiges Team des Wassersportvereins Fischbach an, um sich der sportlichen Herausforderung in diesem einzigartigen Archipel zu stellen.
Kornati Cup
Der Kornati Cup wird vom lokalen Segelclub ORCA und dem Yachtcharterer Pitter veranstaltet, Pitter stellt dabei etwa die Hälfte der Yachten. Gestartet wurde mit 90 Booten bei 600 Teilnehmern in 5 Klassen.
Wir meldeten als WVF Team in der Klasse Charter Yacht mit Spi/Gennaker (18 Boote).
Teilnehmer: Lars Satow, Uwe Arndt, Thomas Haller (Skipper), Alex Haller, Paul Erasmus
Trainingstag nach der Anreise
Der erste Tag stand ganz im Zeichen der intensiven Vorbereitung mit unserer Bavaria C45. Der Fokus lag hierbei unter anderem auf dem präzisen Manöverablauf mit einem 150qm Gennaker.
Das Revier: Die Kornaten
Das Segelrevier der Kornaten, ein Archipel aus rund 150 Inseln, Eilanden und Riffen vor Norddalmatien, gilt als eines der anspruchsvollsten und schönsten im Mittelmeer. Die Region, deren Kern seit 1980 als Nationalpark unter Schutz steht, ist geprägt durch eine karge „Mondlandschaft“, spektakuläre Steilküsten und eine komplexe Inseltopografie. Für Regattasegler bedeutet dies eine besondere Herausforderung: Die dichte Inselwelt erfordert jederzeit exakte Navigation und fundierte nautische Kenntnisse, um die wechselnden lokalen Windsysteme wie Bora oder Thermik taktisch optimal zu nutzen.
Regattaverlauf: Konstante Leistung
Die Crew aus Fischbach zeigte über die Renntage eine sehr gute Konstanz und taktische Finesse:
Erster Regattatag (Biograd nach Sali): Durch die für die Crew vertrauten, schwachen Windverhältnisse – vergleichbar mit dem Bodensee – gelang ein perfekter Start. Das Team sicherte sich den zweiten Platz in der gemischten Klasse mit Spi, direkt vor dem BMW-Team und knapp hinter der Yacht des Veranstalters Klaus Pitter.

Zweiter Regattatag (Sali nach Piskera): Auf dem für diesen Tag gewählten Up-and-Down-Kurs im Naturschutzgebiet der Kornaten konnte die Mannschaft ihre Leistung bestätigen und belegte erneut den zweiten Platz, wieder hinter der Pitter-Yacht.

Dritter Regattatag (Piskera nach Hramina): Skipper Thomas Haller nutzte geschickt den Düseneffekt zwischen den kleinen Inseln aus, um sich erneut den zweiten Platz zu sichern – wieder vor dem BMW-Team und nur knapp hinter der Pitter-Yacht. Der Abend klang mit einer stimmungsvollen Jubiläumsparty direkt am Steg in Hramina aus.
2.ter Platz: Abschluss und Gesamtwertung
Am vierten Regattatag verhinderte ein einsetzender Bora-Wind mit mehr als 6 Windstärken aus Sicherheitsgründen die Durchführung weiterer Wettfahrten. Mit diesem Abbruch stand das Endergebnis fest: Das Team aus Fischbach sicherte sich einen hervorragenden zweiten Platz bei der ersten Teilnahme. Punktemäßig belegten wir den besten 2. ten Platz aller Klassen.

Bei der Siegerehrung sorgte dies für Staunen im Teilnehmerfeld. Es wurde anerkannt, dass sich ein vergleichsweise kleines 5 Mann Team (typisch 6-9 Segler/Boot) vom Bodensee erfolgreich vor der ambitionierten BMW-Mannschaft platzieren konnte. Lediglich dem Team von Klaus Pitter musste man sich geschlagen geben – einer hochkarätig besetzten Crew aus acht erfahrenen Seglern, die jährlich an acht Hochseeregatten teilnimmt. Dieser Erfolg unterstreicht das hohe seglerische Niveau der Fischbacher Mannschaft und ihren souveränen Umgang mit der Bavaria C45 in einem technisch anspruchsvollen Revier.
Paul Erasmus

