Das Sommerfest 2026 des Wassersportvereins Fischbach stand in diesem Jahr unter ganz besonderen Vorzeichen. Blickt man auf die Vorbereitung zurück, lässt sich sagen: Unser WVF war bestens gerüstet. Der hintere Hafen war ausgebaggert, das neue Jugendboot pünktlich eingetroffen – alles war bereit für eine großartige Saison.
Ja, eigentlich. Denn offenbar hatte jemand andere Pläne: Poseidon, der alte Gott des Wassers, zeigte sich in diesem Jahr eher zurückhaltend und lieferte deutlich weniger Wasser in den Bodensee als gewohnt. So entstand eine ungewöhnliche Ausgangssituation – perfekt vorbereitet, aber mit eher überschaubarem Wasserstand im Fischbacher Hafen. Einige Segelboote mussten bereits Anfang Juli den Hafen verlassen und konnten im Yachtclub Immenstadt und im Württembergischen Yachtclub einen temporären Liegeplatz finden.
Ungeachtet dessen konnte das Sommerfest bei besten Temperaturen und Sonnenschein stattfinden und wurde einmal mehr zu einem rundum gelungenen Ereignis. Den sportlichen Auftakt bildete das Einzelzeitfahren der Paddler, bei dem acht Teilnehmer an den Start gingen. Den Sieg sicherte sich – mit einem Augenzwinkern – Silvia Mirabete. Sie hat hier den ersten Platz souverän erpaddelt. Ihr folgten Sandra Kalamorz mit dem zweiten und Frank Sailer mit dem dritten Platz.
Am frühen Nachmittag folgte die Clubregatta mit 22 Booten und rund 70 Teilnehmenden. Bei teils wechselhaften, schwachen Windverhältnissen entwickelte sich eine spannende und abwechslungsreiche Regatta, die allen Beteiligten großen Spaß bereitete. Besonders erfreulich war, dass auf einigen Booten gleich drei Generationen gemeinsam segelten – ein eindrucksvolles Zeichen, dass Segeln auch ein Familiensport ist.
Den Titel des Clubmeisters 2026 sicherte sich unser Ehrenmitglied Ossi Münzer gemeinsam mit seiner Crew Jens Magdanz und Ben Vorberger. Auch der jüngste Steuermann Samuel Wolf setzte ein Ausrufezeichen, indem er sich bei den Jollen mit seinem Laser Radial den ersten Platz und damit den Pokal sichern konnte. Eine bemerkenswerte Leistung, welche bei der Preisverteilung mit großem Applaus gewürdigt wurde.
Im Anschluss an die sportlichen Wettkämpfe sorgten die Ukuseeler sowie die Skipperinnen mit einem gelungenen musikalischen Auftritt für beste Unterhaltung. Diese begeisterten das Publikum sowohl einzeln als auch im gemeinsamen Zusammenspiel.
Ein weiterer Höhepunkt war die traditionelle Bootstaufe mit „Neptun und Wikki“, verkörpert von Michael Neubold und Dieter Löflath. Mit viel Witz, großem Engagement und beeindruckender Textsicherheit führten sie durch die Zeremonie, unterstützt von ihrer „Geister-Entourage“, den jung gebliebenen Seglerinnen und Seglern des Vereins. Die neuen Bootsbesitzer wurden dabei gebührend gefeiert und zahlreiche humorvolle Einlagen machten ihre Bootstaufen zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Im weiteren Verlauf entwickelte sich das Sommerfest zu einer langen, stimmungsvollen Nacht. Für die passende musikalische Begleitung sorgte die Band Lake Concept, die mit ihrem Programm zum Tanzen und Mitsingen animierte und maßgeblich zur ausgelassenen Atmosphäre beitrug. Einmal mehr zeigte sich, dass der Wassersportverein Fischbach nicht nur sportlich aktiv ist, sondern auch ein Ort gelebter Gemeinschaft, an dem das gemeinsame Feiern einen hohen Stellenwert hat.
Ein besonderer Dank gilt allen, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben. Hervorzuheben sind Monika Leber für die Gesamtorganisation, Peggy Beisert für Idee und Umsetzung des erstmals eingesetzten Bierwagen am Sommerfest, den Ukuseeler sowie die Skipperinnen für ihren Auftritt, Michael Neubold und Dieter Löflath mit ihrem Team für die Gestaltung der Bootstaufen, der Band Lake Concept für die musikalische Unterhaltung sowie der WVF-Gastronomie unter der Leitung von Franz und seinem gesamten Team.
Für den sportlichen Teil des Sommerfestes zeichnen sich insbesondere Claudia Bucher und ihr Team verantwortlich, die die Clubregatta mit großem Engagement organisiert haben. Ebenso hat Barbara Schmohl das Kajak-Zeitfahren mit viel Freude geplant und umgesetzt. Ein besonderer Dank gilt beiden für die gelungene Preisverleihung, die hochwertigen Preise und ihren persönlichen Einsatz, durch den dieser Teil des Sommerfestes erst möglich wurde.
Ebenso gilt der Dank allen Helferinnen und Helfern, die bei Vorbereitung, Durchführung und Abbau tatkräftig unterstützt haben.
Trotz der besonderen Bedingungen den Wasserstand betreffend bleibt als Fazit: Das Sommerfest 2026 war eine gelungene Veranstaltung. Oder, um es mit einem Augenzwinkern zu sagen – es gibt Dinge, die kann man beeinflussen und andere überlässt man Poseidon.
Bericht: Ralf Jäger, Bilder: Monika Leber, Petra Schlegel, Petra Kleiner
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